Chronik 1990 - 2001

1990 wurde durch die Vermittlung und Mithilfe von Frau Helga Arp und Herrn Ewald Schekerka der KG Rot-Weiss ein Turm des Bensberger Rathauses, der „Hexenturm“, überlassen. Hier richtete die KG mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW und der Mithilfe zahlreicher Mitglieder der Gesellschaft ein Archiv für Brauchtumspflege ein. Man hatte sich das Ziel gesetzt, ein Museum zu schaffen, welches die Bensberger Karnevalsgeschichte von Beginn an dokumentiert. Im Herbst startete man zu einer Orientierungsfahrt mit Pkw's in das Oberbergische. Ziel war es, unter Erfüllung verschiedener Aufgaben den Endpunkt, einen Bauernhof zu erreichen, auf dem man das Wochenende mit Übernachtungen in Heu und Stroh bei Selbstverpflegung und Lagerfeuer verbrachte.

Am 27.10.90 folgte man der Einladung der Karnevalsgesellschaft „ULK“ in Kelmis (Belgien), an deren 111 jährigem Jubiläum teilzunehmen.

Anfang 1991 wirkten sich die Ereignisse am Golf auch auf den rheinischen Karneval aus. Vielerorts wurden Sitzungen und Karnevalszüge abgesagt. Nach langen Überlegungen entschied man bei Rot-Weiss, die lange im voraus geplanten Sitzungen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden zu lassen. Der große Zuspruch der Gäste zeigte, dass diese Entscheidung richtig getroffen war. Einzig der Kostümball und der Karnevalszug fanden nicht statt.

Auch in Köln wurde der Rosenmontagszug offiziell abgesagt. Man erfuhr aus Insiderkreisen, der Zug werde stattfinden, jedoch ohne Großwagen und Pferde. Die Kölner Gesellschaften hatten es sich nicht nehmen lassen, den Rosenmontagszug in verkürzter Variante durchzuführen. So hatte man doch noch die Gelegenheit, zu einen Karnevalszug zu gehen und zum Teil auch selbst daran teilzunehmen.

Für das Wochenende zum 11. Mai hatte man wieder eine Autorallye in das Oberbergische mit Übernachtungen auf einem Jugendhof in Niedersolbach bei Freudenberg organisiert.

1992 startete man wieder mit ganzem Veranstaltungsangebot durch die Karnevalssession. Kindersitzung, Prunksitzung, Madämchensitzung und Kostümball fanden statt. Jedoch der Kostümball, der durch das inzwischen allgemeine große Veranstaltungsangebot an diesem Karnevalssamstag nicht mehr so erfolgreich war, fand zum Bedauern vieler Gäste und Mitglieder vorerst zum letzten Male statt.

Am Elften im Elften feierte man anlässlich des anstehenden 25-jährigen Vereinsjubiläums den traditionellen Gesellschaftsabend im festlich geschmückten Bensberger Ratssaal. Für diesen Abend hatte Literat Martin Hehl die herausragendsten Kräfte des rheinischen Karnevals unter Vertrag genommen.

Im Mai 1993 veranstaltete man ein Jubiläums-Fußballturnier, welches zwischen den rheinischbergischen Karnevalsgesellschaften ausgetragen wurde. Am 3. Oktober fand vor mehr als 800 Zuschauern ein Konzert „25 Jahre Grosse Bensberger“ mit der kölschen Gruppe „Höhner“ statt. Den eigentlichen Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildete die Jubililäumsfeier am 13. November im Bensberger Ratssaal. Der ehemalige Bürgermeister Franz-Karl Burgmer beleuchtete in seiner Laudatio die Entwicklung und Bedeutung der Grossen Bensberger für den Bensberger Karneval. Die Vereinsgründer Paul Falk, Willi Fritzen, Peter Klein und Norbert Söntgerath wurden vom Regionalpräsidenten des BDK, Herrn Horst Neuhäuser, mit Verdienstorden ausgezeichnet.

Und noch etwas Bedeutsames tat sich an diesem Abend: Die „Jungen Bensberger“ wurden erneut proklamiert. Eine neue Gruppierung von jungen Mitgliedern wurde gegründet, die unter dem Dach der Grossen Bensberger KG einen eigenen Freiraum für ihre Ideen finden sollten. Man hat nicht vergessen, dass die Idee zur Gründung der Grossen Bensberger einst von jungen Leuten ausgegangen war.

1994 bildet die GBK wieder eine stattliche Abteilung im Bensberger Zug. Neben dem Festwagen von Rat und Senat und dem Gesellschaftswagen der KG nahmen traditionell das Tanzcorps sowie unsere Damen des Vereins (in Eisbärkostümen) und erstmals die neuen „Jungen Bensberger“ als Fußgruppen am Zug teil. Letztere ist die im Vorjahr gegründete Abteilung jugendlicher Vereinsmitglieder im Alter von bis zu 27 Jahren.

Dass sich die Vereinsaktivitäten schon lange nicht nur auf den Karneval beschränkten, bewies die am 12. Mai stattfindende Vatertagstour, die mittlerweile ein beliebter Familienwandertag geworden ist. Auch schon zur Tradition geworden ist die Teilnahme am Schürreskarrenrennen anlässlich der Bensberger Kirmes, wobei in jenem Jahr das Team der „Jungen Bensberger“ den 2. Platz belegte. Am 12. Juni startete man zur dritten „Heutour“ in das Oberbergische, und für das Wochenende am 2. September hatten die Damen der Gesellschaft erstmals eine eigene „Madämchentour“ an die Mosel organisiert. (Moseltour – Senat Heft 94/95 S.56)

Anfang 1995 hatte man wieder Anlass, ein Jubiläum zu feiern. Denn am 29. Januar veranstaltete die Grosse Bensberger KG ihre 25. Kindersitzung. Das bedeutete: seit 25 Jahren Kinderkarneval in Bensberg. Das seit 1971 jährlich proklamierte Kinderprinzenpaar bekam im Jahr 1984 Verstärkung durch den Bauern. Da dies alles mit hohen Kosten verbunden war, hatten Martin Hehl und Manfred Heindl die Initiative ergriffen, 1983 den Förderkreis Kinderdreigestirn zu gründen. Diese beiden hatten es sich zur Aufgabe gemacht, fördernde Mitglieder und Sponsoren zu finden, die das Kinderdreigestirn finanziell unterstützten, um somit den Fortbestand des Bensberger Kinderkarnevals zu sichern. Auf der Jubiläums-Kindersitzung wurden Prinz Jan-Phillip (Kratz), Bauer Marcell (Welling) und Jungfrau Jennifer (Klein) zum Kinderdreigestirn proklamiert. Nach Karneval präsentierte sich das Tanzcorps am 9. Juli auf der Kreissportschau in Odenthal.

Am 3. August verstarb unser Senator Dr. Ulrich Müller-Frank, Ehrenbürgermeister und einer der bedeutendsten Bensberger Bürger, im Alter von 79 Jahren. Für den Bensberger Karneval und die Gründung der Grossen Bensberger KG hatte er als Pate zur Seite gestanden. Mit großer Hingabe und Verantwortung hatte er bis zu seinem Tod für die Interessen Bensbergs gewirkt. Anlässlich des Gesellschaftsabend 1994 wurden beim Kostümappell die Mitglieder von Rat und Senat dazu „verdonnert“, ein Sommerfest auszurichten. Am 12. August lud Vorsitzender und Senatspräsident Norbert Söntgerath im Auftrag von Rat und Senat zu einer Gartenparty bei Willi Fritzen ein. An einem verlängerten Wochenende, 22.-24. Sept., zog es den Senat der Grossen Bensberger wie im Vorjahr ins herrliche Moseltal. Senatsmitglied Mario Neuhalfen hatte Unterbringung und Programm bestens vorbereitet.

1996 hat man sich dazu entschlossen, die Prunksitzung, die bisher freitags stattgefunden hatte, ab dem kommenden Jahr auf einen Mittwoch zu verlegen. Ausschlaggebend hierfür war, dass die Programmgestaltung für den Freitag von Jahr zu Jahr schwieriger wurde. Die besten Auftrittskräfte zogen es am Wochenende vor, innerhalb Kölns aufzutreten. Mit der Verlegung auf den Mittwoch war so für die Zukunft eine bessere Programmqualität sichergestellt.

Am 30. Juni verstarb unerwartet unser langjähriger Geschäftsführer und Vorsitzender Jürgen Poppe. Fast 20 Jahre lang war er eines der engagiertesten Mitglieder der Grossen Bensberger. Sein Einfallsreichtum und seine Kreativität haben ihn besonders ausgezeichnet. Sein plötzlicher Tod hat alle sehr betroffen.

Im September führte die „Junge Bensberger“ (die Jugendgruppe bei Rot-Weiss) erstmals eine Veranstaltung in eigener Regie durch: das 4. „Närrische Fußballturnier“ in der Sporthalle des Schulzentrums Saaler Mühle in Bensberg. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war das darauf folgende „Bläck Fööss“-Konzert, das die GBK am 31. Oktober in der AMG-Aula veranstaltete. Hierzu hatten sich mehr als 800 Gäste eingefunden. In dem mehr als zweistündigen Konzert wurden die „Bläck Fööss“ erst nach mehreren Zugaben durch die begeisterte Menge von der Bühne „entlassen“.

Am Samstag, den 23.11., fand der traditionelle Gesellschaftsabend im Vereinslokal „Bockenberg“ statt. Neben den Darbietungen der Auftrittskräfte, dem TC und der Vereinstaufe kamen an diesem Abend zwei besonders verdienten Mitglieder besondere Ehren zuteil. Gabi Poppe und Inge Böcker wurden vom BDK-Vizepräsidenten Josef Spiegel für ihr herausragendes Engagement im Verein mit dem Verdienstorden des Regionalverbandes in Gold ausgezeichnet.

Das närrische Jahr 1997 begann mit einer Veränderung. Die Prunksitzung hat einen neuen Namen bekommen: Kostümsitzung „Fastelovend zesamme“. Sie wurde erstmals am Mittwoch, dem 22. Januar, veranstaltet. Durch diese Verlegung war es gelungen, das Sitzungsprogramm für die Gäste noch attraktiver zu gestalten. Die Besucherzahlen an diesem Abend zeigten, dass man hier auf dem richtigen Weg war und eine gute Entscheidung für die Zukunft getroffen hatte.

Eine weitere Neuerung: Mit dem in Bensberg-Moitzfeld ansässigen Lokalsender „Radio Berg“ wurde bereits für das Bläck-Fööss-Konzert im Jahr zuvor eine Zusammenarbeit vereinbart. Das Programm der Sitzung am 22. Januar wurde von Radio Berg aufgezeichnet und in einer Zusammenfassung am Karnevalssamstag gesendet.

Eine besondere Auszeichnung verlieh die GBK erstmals an diesem Abend: die „Stimmungskanone“. Mit dieser Auszeichnung bedachte man Auftrittskräfte, die im Vorjahr - nach Auswertung einer Publikumsumfrage - auf den Sitzungen der GBK einen hohen Wert auf der nach oben offenen „Stimmungsscala“ erreicht hatten. Erstmals ausgezeichnet wurde die kölsche Musikgruppe „Höhner“.

Paveier-Konzert am 3.10. im AMG Der Gesellschaftsabend am 22. November hatte für ein Mitglied von Rot-Weiss eine ganz besondere Bedeutung. Paul Falk, erster Präsident der KG, konnte an diesem Abend auf eine 25-jährige „Amtszeit“ zurückblicken. Er galt damit als einer der „dienstältesten“ Präsidenten in der rheinischen Karnevalsregion. So standen an diesem Abend die Ehrungen für ihn im Vordergrund. Zu den Gratulanten gehörten: Hans Hachenberg, Bürgermeisterin M.-Th. Opladen, Wolfgang Bosbach (Präsident der Großen Gladbacher) sowie viele andere, die an diesem Abend gekommen waren, ihre Glückwünsche zu überbringen. Der BDK hatte seinen Repräsentanten Robert Grünwald entsandt; er verlieh dem Präsidenten Falk die höchste Auszeichnung des BDK, den Verdienstorden in Gold, sowie eine Ehrenurkunde des Regionalverbandes Rhein-Berg.

1998 fanden viele außerkarnevalistische Aktivitäten statt. So war die GBK am 1.-3. Juli anlässlich des Bensberger Stadtfestes mit einem Bierpavillon, der mittlerweile auch schon Tradition hat, präsent.

Die sportlich „Motivierten“ trafen sich am 2. Juli zu einem gemütlichen Kegelabend im Haus „Bockenberg“ in Bensberg, und die „Geselligen“ hatten die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Altstadtbummel durch Köln am 2. Sept. teilzunehmen.

In die „tiefste“ Vergangenheit ging es am 2. Oktober. Unser Archivar und Senator Willi Fritzen hatte zu einem Film- und Videoabend eingeladen. Hier präsentierte er Filmdokumente mit interessanten Szenen aus 30 Jahren Grosse Bensberger.

Am 24. Oktober veranstaltete die GBK ein „Höhner“- Konzert in der AMG-Aula.

Anfang des Jahres 1999 folgte man einer Einladung in die Schweiz. Die Guggenmusikgruppe „Mehrzweck Blaari“ in Waldstatt bei Appenzell hatte aus Anlass ihres 20-jährigen Jubiläums am 23. Januar alle Mitglieder der Grossen Bensberger eingeladen. Am Freitag hatten sich das Tanzcorps und einige Mitglieder der Gesellschaft mit 3 Kleinbussen von Bensberg auf die Reise in das Appenzeller Land begeben. Auf der Jubiläumsfeier in der Schweiz präsentierte die TSG einige Tänze aus ihrem vielseitigen Repertoire. Später berichtete die Appenzeller Zeitung: „Mit ihren ausgereiften, choreographisch perfekten Tänzen zu rheinischer Musik und Musicals vermochte die Tanzgruppe der Grossen Bensberger aus Köln nicht nur bei den Männern wahre Begeisterungsstürme auszulösen“.

Schlagzeilen in der Bergischen Lokalpresse: „Machtübernahme geglückt. Erstürmung über´s Dach. Raubritter Joachimus verteidigte „Aapefels“ bis zuletzt!“ Was war geschehen? Im Bensberger Rathaus-Innenhof hatten närrische Truppen an Weiberfastnacht Stellung bezogen. Das Kinderdreigestirn, die wehrhaften Garden der Bensberger Karnevalsvereine sowie das große Gladbacher Dreigestirn mit der Prinzengarde waren zur Erstürmung des Bensberger Rathauses aufgezogen. Alle Versuche, die Rathaustür mit einem Rammbock aufzubrechen, sowie das „Mürbeschießen“ des Mauerwerkes mit Gummibällen schlugen fehl. Die „Stadtoberen“ konnten sich zu diesem Zeitpunkt noch in Sicherheit wiegen. Erst den „roten Teufeln“ der Grossen Bensberger KG gelang es schließlich, unter der Leitung von Manöverchef Falk mit Hilfe eines Autokrans, der „zufällig“ im Innenhof für „angebliche“ Reparaturarbeiten am Rathaus abgestellt war, und eines daran angehängten Personenbeförderungskorbs die Bensberger Burg von oben über das Dach zu erobern. So konnte die Gegenwehr von Bürgermeisterin Opladen und „Raubritter Joachim“ (dem damaligen Stadtdirektor Franke), die ihr Rathaus bis zum Letzten verteidigten, gebrochen werden. Bis Aschermittwoch regierten jetzt die Narren in der Stadt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 12. Juni wurde über eine Veränderung im Vorstand abgestimmt. Die Position des Präsidenten sollte wegfallen, dafür wurde die Funktion des Sitzungspräsidenten im nicht geschäftsführenden Vorstand eingeführt. Der weggefallene Posten wurde durch die Wahl eines 1. und 2. Vorsitzenden ersetzt. Mit dem Vertrauen der Mitglieder wurden an diesem Abend gewählt: zum 1. Vorsitzenden Detlef Gierlich, zum 2. Vorsitzenden und Kassierer Klaus Böcker, zur Geschäftsführerin Ilse Klasen, zum Schriftführer Franz Müller und zum Organisationsleiter Christian Michels. Paul Falk, bisheriger Präsident, wurde von der Mitgliederversammlung zum Sitzungspräsidenten gewählt.

Das Jahr 1999 neigte sich langsam seinem Ende zu. Am 13. November gab man den Startschuss für die Jahrtausend übergreifende Session mit dem „Rathausball“. Den bisherigen Gesellschaftsabend hatte man umbenannt und unter die Schirmherrschaft von Rat und Senat gestellt.

2000  Den Anfang von vier Großveranstaltungen machte im neuen Jahrtausend, am 28. Januar, die Kindersitzung, gefolgt von der Radio-Berg-Kostümsitzung „Fastelovend zesamme“, der Madämchensitzung und zuletzt dem „Närrischen Heerlager nach dem Karnevalszug. Verantwortlich für die Programmgestaltung war als neuer Literat Willi Fritzen. Er hatte Mitte 1999 diese verantwortungsvolle Aufgabe von Martin Hehl übernommen, der dieses Amt 9 Jahre lang in Folge inne hatte. Auf der Kostümsitzung kamen einem bisher förderndem Mitglied besondere Ehrungen zu Teil. Bürgermeisterin M.-Th. Opladen wurde von Sitzungspräsident Falk auf der Bühne in einem feierlichen Rahmen zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt.

In der 2. Jahreshälfte veranstaltete man am 24. September wieder ein Grillfest und am 27.10. ein Bläck-Fööss-Konzert in der AMG-Aula.

Beim Rathausball der GBK am 11. November wurde das neue Bergisch Gladbacher Dreigestirn, das wenige Stunden vorher proklamiert worden war, den Mitgliedern und geladenen Gästen vorgestellt. Prinz Wolfgang II. (Schwamborn), Jungfrau Ulrike (Ochoiski) und Bauer Thomas (Alscher). Die Besonderheit an diesem Dreigestirn: Alle drei kamen erstmals aus Bensberg.

2001 Bereits in den letzten Monaten des Vorjahres wurden bei Rot-Weiss 100 rote Überjacken mit aufgesticktem Vereinswappen angeschafft und an die Mitglieder „gegen Bares“ ausgegeben.

Auf der Kostümsitzung gaben sich erneut Spitzenkräfte des Rheinischen Karnevals, u.a. Bläck Fööss, Höhner, Süper Duett, bei Rot-Weiss die „Klinke“ in die Hand. Nach 30 Jahren Sitzungsmoderation verabschiedete sich Paul Falk vor Ende der ersten Sitzungshälfte als Sitzungspräsident der GBK vom Publikum. Die zweite Hälfte wurde vom langjährigen Senatsmitglied Gerd Breidenbach geleitet.

Eine Änderung ergab sich auch beim Bensberger Karnevalszug. Der Zug wurde auf den Samstag verlegt. Wie war es denn auch anders zu erwarten, kam doch das diesjährige Gladbacher Dreigestirn komplett aus Bensberg. Zugleich hatte man den Vorteil, am Tag darauf – sonntags - am Bergisch Gladbacher Zug teilzunehmen. So nahmen am diesjährigen Bensberger Zug das Gladbacher Dreigestirn und die Prinzengarde teil. Die GBK zog mit dem Kinderdreigestirn, dem Tanzcorps und den Gesellschaftswagen der KG sowie von Rat und Senat im Bergisch Gladbacher Zug mit. Es war erstaunlich, mit welcher Aufgeschlossenheit die Bensberger Zugteilnehmer auf dem Zugweg in Bergisch Gladbach empfangen wurden. Für viele Bensberger Jecken ergab sich durch die zeitliche Entflechtung auch die Gelegenheit, den Gladbacher Zug anzuschauen.

Auf der Jahreshauptversammlung am 23. Juni wählten die Mitglieder einen neuen geschäftsführenden Vorstand. Es wurden gewählt: zum 1. Vorsitzenden Rolf Havermann, zum 2. Vorsitzenden Klaus Böcker, zum Geschäftsführer Werner Geilenkirchen, zur Kassiererin Beate Naaf, zum Organisationsleiter Christian Michels und zur Schriftführerin Steffie Schneider. Neuer Senatspräsident wurde Martin Hehl. Als Nachfolger für Paul Falk wurde Gerd Breidenbach zum Sitzungspräsidenten gewählt.

Die Ernennung von Senats- und Sitzungspräsident fand auf dem Rathausball am 17.11. statt. Die Präsidentenkette wurde vom 1. Vorsitzenden Rolf Havermann feierlich an Gerd Breidenbach überreicht. Norbert Sönterath wurde die Aufgabe zuteil, die Senatspräsidentenkette, die er selbst 12 Jahre lang getragen hatte, Martin Hehl feierlich zu überreichen.

Mit der Nikolausfeier im Dezember 2001 schließen wir das Jahr 2001 ab, und vorerst auch diese Chronik. So viel sei noch gesagt: Die Session 2001/02 war erfolgreich und gelungen. Mögen noch viele Jahre „Grosse Bensberger“ auf die bereits über 33 Jahre folgen. Und die neue Session 2002/03 steht bereits vor der „Tür“. Lassen Sie sich überraschen.

In die Zukunft können wir nicht blicken. Aber vielleicht, verehrte website-Besucher, haben wir ja bei Ihnen Interesse geweckt, die Zukunft der „Grossen Bensberger“ selbst aktiv mit zugestalten. Für aufgeschlossene gesellige Menschen, egal welchen Alters und Geschlecht, haben wir immer Platz in unserer großen rot-weissen Karnevalsgemeinschaft. Und wer es vielleicht nicht ganz so karnevalistisch mag, für den halten wir viele familiengerechte Aktivitäten außerhalb der Session mit hohem Freizeitwert bereit. Schauen Sie doch einfach mal bei uns vorbei. Oder rufen Sie uns an. Ganz unverbindlich. Wir würden uns freuen, mit Ihnen Kontakt aufnehmen zu können.

Bis bald und vielen Dank für Ihr Interesse an der Chronik.

Ihre Grosse Bensberger KG von 1968 rot-weiss e.V.